Das Jahr 2007 aus der Sicht der Jugendfeuerwehr Vorbeck/KambsEin
ereignisreiches Jahr ist wieder einmal zu Ende und es wird Zeit zurück
zu blicken. Was ist alles passiert, woran erinnert man sich gerne und
was möchte man lieber vergessen?! Zum Glück gibt es vom letzteren
nur sehr wenig und die positiven Eindrücke überwiegen.
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Warum
selbst Mehl brennt und der Drehimpuls Mit
den Worten HanseSail kann wohl jeder aus Mecklenburg-Vorpommern
etwas anfangen. Am zweiten Augustwochenende treffen sich alljährlich
große und kleine Segelschiffe in Rostock. Doch was ist
die Science@Sail??
Nun, wie der Name schon sagt, präsentiert sich hier die
Wissenschaftsgemeinde in Rostock auf der HanseSail und versucht
mit zahlreichen Veranstaltungen die interessierten Besucher
von den Naturwissenschaften zu begeistern. Auch wir wollten
dieses Angebot mit unserer Jugendfeuerwehr in Anspruch nehmen
und machten uns am 11. August auf den Weg zum Physikalischen
Institut der Universität Rostock. Hier konnte die Ausstellung
des Vereins WissensMeer mit vielen Experimenten zum
Anfassen und Selbermachen bestaunt werden. Doch auch die fachgerechte
Erklärung kam hierbei nicht zu kurz und man konnte die
betreuenden Studenten mit allen möglichen Fragen löchern.
Danach besuchten wir die Schauvorlesung – Die Rostocker
Stadtphysikanten, im großen Hörsaal. Hier präsentierten
die Studenten der Physik ihre ganz eigenen Sicht auf ihr Studienfach
und begeisterten durch viele interessante Experimente eingebettet
in eine lustige Story. So wurde unter anderem eine spektakuläre
Mehlstaubexplosion gezeigt die auch für den angehenden
Feuerwehrmann zur großen Gefahr werden kann. So können
viele in fester Form als nicht brennbar geltende Stoffe in fein
verteilter Form durchzünden.
Da nun wohl alle Jugendfeuerwehrmitglieder ihren Wissensdurst
fürs erste gestillte hatten ging es noch gemeinsam in den
Rostocker Stadthafen um sich mit einem leckeren Fischbrötchen
zu stärken und die beeindruckenden Segelschiffe zu bestaunen.

Berufsfeuerwehr
wieder im EinsatzBereits
zum dritten Mal meldeten wir uns vom 10. bis 11. November
bei der Leitstelle Vorbeck als Berufsfeuerwehr an und wollten
gemeinsam ein spannendes Wochenende mit Ausbildung, Einsätzen
und natürlich einer Menge Spaß und Aktion erleben.
Doch bevor man in den rauen Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes
entlassen werden kann, gehört natürlich eine Wiederholung
der Einsatzgrundlagen zum Pflichtprogramm. Aber auch die Verständigung
über Sprechfunk und die Grundlagen der Ersten Hilfe wurden
wiederholt.
Noch bevor das erlernte vergessen werden konnte, alarmierte
uns die Leitstelle auch schon zu unserem ersten Einsatz. Eine
Kuh sollte in Kambs in der Warnow schwimmen und musste gerettet
werden. Nachdem wir das Warnowufer etwa über 2 Kilometer
absuchten und nichts außer ein par schwimmenden Müllsäcken
entdecken konnten, hielten wir Rücksprache mit der Leitstelle.
Diese kontaktierte den Anrufer erneut und teilte mit, dass
es sich um eine Fehlalarmierung handelte.
Kaum waren die zweite Theoriestunde und das nachfolgende Abendessen,
es gab übrigens leckere selbstgebackene Pizza, verdaut,
ertönte die Sirene auch schon ein zweites Mal. Ein Lagerfeuer
auf
dem Gelände der Ferien Freizeit und Bildungsstätte
in Vorbeck war außer Kontrolle geraten und musste gelöscht
werden. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir das Feuer
trotz technischer Probleme mit unserer TS unter Kontrolle
und konnten weiteren Schaden verhindern. Bei diesem Einsatz
in völliger Dunkelheit bewährten sich auch unsere
Beleuchtungseinrichtungen. Trotzdem zeigten sich hier noch
einige Schwächen in der Abstimmung unserer jungen Kameraden
die aber durch die große Einsatzbereitschaft eines jeden
wett gemacht wurden.
Die Nacht verlief auch ohne Einsatz recht unruhig. Bis alle
Kameraden ihren eigenen Schlafplatz gefunden hatten und auch
Ruhe eingekehrt war, verging viel Zeit. So blickte man am
nächsten Morgen in größtenteils müde
Gesichter die erst beim erneuten ertönen des Alarmtones
wieder wach aussahen. In der Vorbecker Heide hatte ein Getreidetransporter
einen Teil seiner Ladung in einer Kurve verloren. Nach einer
Sicherung der Einsatzstelle wurde dieses mit Besen und Schaufel
aufgenommen und anschließend dem Verursacher zur Verfütterung
an seine Enten zurückgegeben.
Wieder zurück im Gerätehaus stand auch schon die
Presse vor der Tür und wollte die jungen Kameraden und
Kameradinnen bei ihrer Arbeit „Morgens um 10 in Vorbeck“
beobachten. Hier standen hauptsächlich Aufräumarbeiten
auf dem Programm um das Fahrzeug wieder für „richtige
Einsätze“ flott zu machen.
Alles in allem wieder mal ein gelungenes Wochenende!
(Noch mehr Bilder gibt’s in der Galerie!)